|
Nach der Eröffnungsrede des Hochstädter Prinzenpaares Joachim I und Helga II startete das Käwern Programm mit dem Tanz der Prinzen-Garde.
Die tänzerischen Darbietungen des Abends gehörten in diesem Jahr auf alle Fälle zu den Höhepunkten der Sitzungen. Eine wahre Augenweide waren die Tänze der Prinzen- und der Junggarde, die in Ihren Marschtänzen, Showtänzen und Polkas mit viel Engagement über die Bühne wirbelten. Auch der Solotanz der Käwern kann sich sehen lassen. Rad, Handstand Spagat machte den Solotanz von Janine Kanke richtig spektakulär.
Billy sorgte mit seiner Ukulele „Cordula II“ – die erste war in den Proben zu Bruch gegangen – für riesen Stimmung. „Nimm e Hochstädter Mädsche“ brachte den gesamten Saal schnell zum Mitsingen.
Der Brandschutzbeauftragte (Bertram Wurzel) erklärte dem Saal schnell die Evakuierungsvorschriften der Stadt, ließ aber auch nicht unerwähnt, was er von den Sparmaßnahmen der selbigen hielt.
Am Fernsehen kamen auch die Käwern nicht vorbei und so zappte sich der Sitzungspräsident durchs Programm. Er landete beim Käwern-TV. In der Sendung „Narren suchen ein Zuhause“ wurde versucht, einen herrenlosen Narren zu vermitteln, der völlig ausgetrocknet nachts auf der Hochstädter Hauptstraße angebunden wurde. Im anderen Programm holte sich eine Mutter psychologischen Beistand, die mit der Kleiderordnung ihrer gardetanzenden Tochter so gar nicht einverstanden war. Wahre Schimpftiraden musste die Psychologin somit über sich ergehen lassen, ohne auch nur einmal zu Wort zu kommen.
Mit der Käwern-Jugend standen, pardon, saßen zwei Jungs auf der Bühne, die Ihr Debüt in den Abendsitzungen hatten. Gekonnt setzten sie Loriots „Zwei Herren im Bad“ um. Die Interpretation des Sketches hatte es zu Recht ins Abendprogamm geschafft.
Zu ihrem 40jährigen Bühnenjubiläum sangen sich die Schön-Singers noch einmal durch ihre karnevalistische Karriere. So klatschte und schunkelte das Publikum bei bekannten Liedern des rheinischen Karnevals kräftig mit.
Mit wahren Beifallsstürmen wurden die „Young Beatles“ bedacht. Sie waren in diesem Jahr wahrlich gut zu Fuß. Die Füße der Jungen Käfer waren zu ulkigen Figuren ummodelliert. Klamauk paarte sich mit fetziger Musik und holt die Lacher voll auf ihre Seite.
Junge Leute waren auch Thema auf der Klassenfahrt nach Rom. Geplagt von der Facebook-Generation berichtete ein Lehrer (Sven Becker) seine Erfahrung mit pubertierenden Schülern fern der Heimat zu sein. Immer wieder mitleidiges Nicken im Publikum verriet, dass da so manchen Eltern witzig aus der Seele gesprochen wurde.
Bei den Wurschtlern ging es, wie jedes Jahr, wieder hoch her. Man nehme eine fabelhafte Akkordeonspielerin (Gudrun Siebert), stelle ihr fünf singende Männer an die Seite (Rolf Böhlke, Michael Pohlner, Frank Richter, Ralf Schmidt und Axel Wilken), verheirate den Jüngsten mit einer begeisterten Sängerin (Andrea Richter) - und fertig ist der Garant dafür, den Saal in Wallung zu versetzen, was auch ohne Probleme gelang.
Dass auch ein Krankenhausaufenthalt kein Zuckerschlecken ist, wurde gekonnt von einem frisch operierten Patienten (Martin Hesse) berichtet, er zudem auch noch mitten auf der Bühne vergessen wurde. Die ruppige Krankenschwester, die ihn zur Geduld mahnte, war noch eines der kleineren Übel seiner Erlebnisse im Klinikum.
Im Krankenhaushemdchen bekleidet berichtete er witzig und spritzig von Mitpatienten und einer speziellen Sprachtherapie, die er gleich mit dem Saal probte.
Vor dem grandiosen Finale hatten die grazilen Körper der Tänzerinnen aus dem Männerballett ihren großen Auftritt. Schaurig schön kostümiert und zurechtgemacht schwangen sie zum Tanz der Vampire das Tanzbein.
Doch nach dem Finale war noch lange nicht Schluss. Gefeiert wurde bei den Hochstädter Käwern auf der Tanzfläche und Sektbar bis in die frühen Morgenstunden hinein.
Gelungene Sitzungen, tolles Programm, riesige Stimmung. Das diesjährige Fazit der Käwernaktiven könnte positiver nicht sein. |
|
|